Medizinische Forschung

Dr. Robert Pfleger blieb auch nachdem er die Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH gegründet hatte, zeitlebens der Wissenschaft verbunden. So verwundert es nicht, dass er als wesentliche Aufgabe der von ihm gegründeten gemeinnützigen Stiftung die Förderung medizinischer Forschungsvorhaben festlegte. Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 unterstützte die Doktor Robert Pfleger-Stiftung verschiedenste medizinische Forschungsprojekte mit insgesamt 27 Millionen Euro.

Zudem vergibt die Stiftung alle zwei Jahre einen der bedeutendsten deutschen Medizinforschungspreise, den mit 50.000 Euro dotierten Robert Pfleger-Forschungspreis.

Die Entscheidung, welche Forschungsvorhaben und Personen, beziehungsweise Forschungsgruppen gefördert werden, trifft der Stiftungsrat.

Förderprojekte von 2016-2020

Arbeitsgruppe Prof. Temme
Arbeitsgruppe Prof. Temme


Projekte

Untersuchungen zur Substratspezifität und Funktion von mitochondrialen Sirtuinen und strukturunterstützte Entwicklung pharmakologische Modulatoren für diese Isoformen als potentielle Wirkstoffe für metabolische Erkrankungen und Krebs

Projekt von: Dr. rer. nat. Clemens Steegborn

Sirtuine erkennen zellulären Stress und deacylieren Zielproteine, um Stoffwechsel- und Reparatur-prozesse zu steuern. Ihre Fehlregulation ist an Alterungsprozessen beteiligt, und die drei mitochondrialen Isoformen Sirt3-5 sind potentielle therapeutische Ziele für Krebs und metabolische Erkrankungen.

Pharmakodynamische Bestimmung der Wirkung von mTOR-Inhibitoren zur Beurteilung der individuellen Immunzellantwort nach Nierentransplantation

Projekt von: PD Dr. med. André Hörning

Die Arbeitsgruppe von Herrn PD Dr. André Hörning hat in einer Kooperation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Joachim Wölfle) und der Klinik für Nephrologie (Direktor: Prof. Dr. Mario Schiffer) der Universitätsklinik Erlangen ein  technischen Verfahren klinisch etabliert, welches zur besseren Steuerung bei der Gabe von Immunpräparaten nach der Nierentransplantation dienen könnte.

Die Rolle von Tumor-assoziierten Makrophagen und Lcn-2 in der Tumorprogression als Grundlage für innovative Tumortherapieansätze

Projekt von: Dr. Michaela Jung

Während der Tumorentwicklung entziehen sich Tumorzellen der Überwachung durch das Immunsystem. Tumor-infiltrierende Makrophagen werden vom Tumor umerzogen und können deshalb keine gerichtete Immunantwort gegen den Tumor initiieren. Tumor-assoziierte Makrophagen zeigen eine erhöhte Eisenabgabe an die Mikroumgebung.

Gentechnisch-modifizierte natürliche Killerzellen zur maßgeschneiderten Immuntherapie von Tumoren

Projekt von: Prof. Dr. Achim Temme

Heute gelten Immuntherapien als neue, große Hoffnung in der Krebsmedizin. Als besonders erfolgversprechender Ansatz gelten Behandlungen mit genetisch-modifizierten Lymphozyten, welche über einen eingebrachten „chimären Antigen-Rezeptor“ (CAR) selektiv Tumorzellen erkennen und abtöten können.

Die Pathogenese des Typ I Diabetes - Einfluss und therapeutisches Potenzial der p75NTR/pDC Achse

Projekt von: Dr. Sebastian Thieme und Prof. Dr. Sebastian Brenner

Der Typ I Diabetes (T1D) ist eine bisher nicht kurativ therapierbare Autoimmunerkrankung, mit kontinuierlich steigenden Patientenzahlen.

 

Neurodegenerative Veränderungen als Triggerfaktor für periphere Immunzellrekrutierung bei Multipler Sklerose

Projekt von: Prof. Dr. Markus Kipp

Bei der Multiple Sklerose müssen zwei klinische Entitäten strikt voneinander abgegrenzt werden: Erstens der akute Schub, zweitens eine fortschreitende, irreversible Behinderung.

Dosisrekonstruktion für bewegungskompensierte Bestrahlungen von sich intra-fraktionär bewegenden Tumoren

Projekt von: Dr. Jens Wölfelschneider, Marc Ziegler und Prof. Dr. Christoph Bert

Für die Strahlentherapie von Tumoren in der Lunge und Leber kommen am UK Erlangen Techniken zum Einsatz, die die durch die Atmung induzierte Bewegung der Tumore während der Bestrahlung kompensieren.

Untersuchung olfaktorischer Informationsverarbeitung mittels Zeit-Frequenzanalyse

Projekt von: Prof. Dr. med. Thomas Hummel und Dr. med. Valentin Schriever

Das Forschungsinteresse an dem Geruchssinn hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Auch in der Klinik wird dem Geruchssinn größere Aufmerksamkeit gewidmet. Nicht nur die Beurteilung der Riechfunktion im Zusammenhang mit Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren Bereichs, sondern auch in der Neurologie gehört die Durchführung eines Riechtest zum klinischen Alltag.


Lesen Sie in unserer aktuellen Broschüre mehr zu diesen und anderen Förderprojekten im Bereich "Medizinische Forschung".