Robert Pfleger-Forschungspreis

Auszeichnung herausragender Leistungen im Bereich „Grundlagen und Perspektiven der Medizin“

Der Satzung der Doktor Robert Pfleger-Stiftung entsprechend wird ihr Stiftungszweck unter anderem durch die Vergabe eines wissenschaftlichen Preises im Abstand von zwei Jahren verwirklicht. Mit einem Betrag von 50.000 € handelt es sich dabei um einen bedeutenden Preis im deutschen Medizinbereich.

Nach der Vergabe-Ordnung für den Robert Pfleger-Forschungspreis kommen insbesondere grundlegende Konzepte mit zukunftsweisenden Denkanstößen auf allen Gebieten der Medizin (Grundlagenforschung und klinische Forschung zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten) zur Auszeichnung. Der Preis wird an Einzelpersonen oder an ein Forscherteam verliehen. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat aufgrund der Empfehlungen des von ihm bestellten Wissenschaftlichen Beirates. Eine Bewerbung um den Preis (im Sinne eines Wettbewerbsverfahrens) ist nicht möglich.

Der Überzeugung des Stifters folgend wird die medizinische Grundlagenforschung für das Wohl der Menschen und die Weiterentwicklung der Gesellschaft als unabdingbar betrachtet. Als mittelständisches Unternehmen ist die Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH, das Lebenswerk des Stifters, aufgrund ihrer Größenordnung heute hierzu strukturell nicht mehr in der Lage. Die Stiftung zeichnet deshalb stellvertretend Angehörige anderer Institutionen aus, die einen gewichtigen Beitrag in der medizinischen Grundlagenforschung erarbeitet und so der Gesellschaft verantwortlich und nachhaltig gedient haben.

Preisträger des Robert Pfleger-Forschungspreises von 1986 bis 2018

Preisträgerin 2018
Preisträgerin 2018

Robert Pfleger-Forschungspreis 2018​

Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek, Direktorin der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in Ulm, wurde mit dem Robert Pfleger-Forschungspreis 2018 ausgezeichnet. Ihre Erkenntnisse sind als Meilensteine auf dem Weg zum Forschungsziel „gesundes Altern“ anzusehen. Die Preisträgerin hat herausgefunden, dass alte Zellen im Bindegewebe der Haut älterer Menschen Entzündungsbotenstoffe produzieren, die oft massive Auswirkungen auf deren Gesundheitszustand haben. Störungen der Wundheilung und Autoimmunerkrankungen können ebenso die Folge sein wie das verstärkte Wachstum von bösartigen Tumoren. Nun verfolgt Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek ein erklärtes Ziel: ein Medikament zu entwickeln, mit dem es gelingt, diese Zellen („seneszente Fibroblasten“) zu entfernen und so den Menschen zu mehr Lebensqualität in den letzten 20 Lebensjahren zu verhelfen.

Pressemitteilung zum Robert Pfleger-Forschungspreis 2018: Gesundheit im Alter: Erkenntnisse, die unter die Haut gehen

SWR Aktuell berichtet über die Preisträgerin