Medizinische Forschung

Dr. Robert Pfleger blieb auch nachdem er die Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH gegründet hatte, zeitlebens der Wissenschaft verbunden. So verwundert es nicht, dass er als wesentliche Aufgabe der von ihm gegründeten gemeinnützigen Stiftung die Förderung medizinischer Forschungsvorhaben festlegte. Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 unterstützte die Doktor Robert Pfleger-Stiftung verschiedenste medizinische Forschungsprojekte mit insgesamt 27 Millionen Euro.

Zudem vergibt die Stiftung alle zwei Jahre einen der bedeutendsten deutschen Medizinforschungspreise, den mit 50.000 Euro dotierten Robert Pfleger-Forschungspreis.

Die Entscheidung, welche Forschungsvorhaben und Personen, beziehungsweise Forschungsgruppen gefördert werden, trifft der Stiftungsrat.

Förderprojekte von 2011-2017

Arbeitsgruppe Prof. Temme
Arbeitsgruppe Prof. Temme


Projekte

Dosisrekonstruktion für bewegungskompensierte Bestrahlungen von sich intra-fraktionär bewegenden Tumoren

Projekt von: Dr. Jens Wölfelschneider, Marc Ziegler und Prof. Dr. Christoph Bert

Für die Strahlentherapie von Tumoren in der Lunge und Leber kommen am UK Erlangen Techniken zum Einsatz, die die durch die Atmung induzierte Bewegung der Tumore während der Bestrahlung kompensieren.

Die Rolle von Tumor-assoziierten Makrophagen und Lcn-2 in der Tumorprogression als Grundlage für innovative Tumortherapieansätze

Projekt von: Dr. Michaela Jung

Während der Tumorentwicklung entziehen sich Tumorzellen der Überwachung durch das Immunsystem. Tumor-infiltrierende Makrophagen werden vom Tumor umerzogen und können deshalb keine gerichtete Immunantwort gegen den Tumor initiieren. Tumor-assoziierte Makrophagen zeigen eine erhöhte Eisenabgabe an die Mikroumgebung.

Gentechnisch-modifizierte natürliche Killerzellen zur maßgeschneiderten Immuntherapie von Tumoren

Projekt von: Prof. Dr. Achim Temme

Heute gelten Immuntherapien als neue, große Hoffnung in der Krebsmedizin. Als besonders erfolgversprechender Ansatz gelten Behandlungen mit genetisch-modifizierten Lymphozyten, welche über einen eingebrachten „chimären Antigen-Rezeptor“ (CAR) selektiv Tumorzellen erkennen und abtöten können.

Neurodegenerative Veränderungen als Triggerfaktor für periphere Immunzellrekrutierung bei Multipler Sklerose

Projekt von: Prof. Dr. Markus Kipp

Bei der Multiple Sklerose müssen zwei klinische Entitäten strikt voneinander abgegrenzt werden: Erstens der akute Schub, zweitens eine fortschreitende, irreversible Behinderung.

Untersuchung olfaktorischer Informationsverarbeitung mittels Zeit-Frequenzanalyse

Projekt von: Prof. Dr. med. Thomas Hummel und Dr. med. Valentin Schriever

Das Forschungsinteresse an dem Geruchssinn hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Auch in der Klinik wird dem Geruchssinn größere Aufmerksamkeit gewidmet. Nicht nur die Beurteilung der Riechfunktion im Zusammenhang mit Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren Bereichs, sondern auch in der Neurologie gehört die Durchführung eines Riechtest zum klinischen Alltag.


Lesen Sie in unserer aktuellen Broschüre mehr zu diesen und anderen Förderprojekten im Bereich "Medizinische Forschung".