Robert Pfleger-Forschungspreis

Auszeichnung herausragender Leistungen im Bereich „Grundlagen und Perspektiven der Medizin“

Der Satzung der Doktor Robert Pfleger-Stiftung entsprechend wird ihr Stiftungszweck unter anderem durch die Vergabe eines wissenschaftlichen Preises im Abstand von zwei Jahren verwirklicht. Mit einem Betrag von 50.000 € handelt es sich dabei um einen bedeutenden Preis im deutschen Medizinbereich.

Nach der Vergabe-Ordnung für den Robert Pfleger-Forschungspreis kommen insbesondere grundlegende Konzepte mit zukunftsweisenden Denkanstößen auf allen Gebieten der Medizin (Grundlagenforschung und klinische Forschung zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten) zur Auszeichnung. Der Preis wird an Einzelpersonen oder an ein Forscherteam verliehen. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat aufgrund der Empfehlungen des von ihm bestellten Wissenschaftlichen Beirates. Eine Bewerbung um den Preis (im Sinne eines Wettbewerbsverfahrens) ist nicht möglich.

Der Überzeugung des Stifters folgend wird die medizinische Grundlagenforschung für das Wohl der Menschen und die Weiterentwicklung der Gesellschaft als unabdingbar betrachtet. Als mittelständisches Unternehmen ist die Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH, das Lebenswerk des Stifters, aufgrund ihrer Größenordnung heute hierzu strukturell nicht mehr in der Lage. Die Stiftung zeichnet deshalb stellvertretend Angehörige anderer Institutionen aus, die einen gewichtigen Beitrag in der medizinischen Grundlagenforschung erarbeitet und so der Gesellschaft verantwortlich und nachhaltig gedient haben.

Preisträger des Robert Pfleger-Forschungspreises von 1986 bis 2016

Prof. Dr. Matthias Schwab © Robert Bosch Stiftung
Prof. Dr. Matthias Schwab © Robert Bosch Stiftung

Robert Pfleger-Forschungspreis 2016​

2016 wurde der Robert Pfleger-Forschungspreis an Prof. Dr. med. Matthias Schwab verliehen. Er erhielt den Preis für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Pharmakogenomik, vor allem für seine Erfolge als Pionier der Implementierung pharmakogenomischer Methodik in die klinische Praxis. Prof. Schwab konnte eindrucksvoll belegen, dass nur konsequentes grundlagenwissenschaftliches Arbeiten in engster Verbindung mit klinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zu diesem Ziel führen kann.

Pressemitteilung zum Robert Pfleger-Forschungspreis 2016: „Der Kampf gegen das Fehlschlagen von Medikamenten“