Dr. Robert Pfleger – Unternehmer, Wissenschaftler und Philanthrop

Erfolgreiches Unternehmertum, produktive Forschung und Innovation, beides begleitet von gelebter sozialer Verantwortung – dieser beeindruckende Dreiklang machte die Persönlichkeit von Dr. Robert Pfleger aus und prägte sein Lebenswerk.

So hinterließ der gebürtige Berliner und Studiengefährte des Nobelpreisträgers Ernst Boris Chain zum einen ein vorbildliches Pharmaunternehmen, in dem heute rund 330 Personen arbeiten und das für den verantwortungsbewussten Umgang mit seinen Mitarbeitern als Arbeitgeber bereits mehrere Preise erhalten hat. Zum anderen gründete er die gemeinnützige Doktor Robert Pfleger-Stiftung, in die er sein Unternehmen, die in Hallstadt bei Bamberg ansässige Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH, sowie sein Privatvermögen einbrachte. Dass Eigentum verpflichtet und verantwortliches Unternehmertum mit sozialem Engagement einhergehen muss – davon war er überzeugt.

Dr. Robert Pfleger blieb zeitlebens der wissenschaftlichen Forschung verbunden Er brachte zahlreiche Patente ein und legte immer wieder wissenschaftliche Publikationen vor. Ab dem 17. Juli 1958  war er außerplanmäßiger Professor an der Universität Erlangen und betreute im Rahmen seiner verschiedenen wissenschaftlichen Lehraufträge mehr als 50 Diplomanden und Doktoranden bei ihrer Arbeit. Diese besetzten später wichtige Stellen in der deutschen Pharmazeutischen Industrie und Forschung. 

Erfahren Sie mehr über Dr. Robert Pfleger in einer Würdigung durch seinen Weggefährten Prof. Dr. Jakob Lehmann, die dieser anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung im Jahr 1999 vortrug.

 

Dr. Robert Pfleger
Dr. Robert Pfleger

Stationen im Leben von Dr. Robert Pfleger

  • Geboren am 15. Juli 1906 in Berlin
  • Ab 1924 Studium der Chemie in Berlin, danach verschiedene Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Pharmazeutischen Industrie sowie in Universitäts- und Forschungsinstituten
  • 1938 Selbständigkeit als Arzneimittelchemiker
  • 1945 Übersiedlung mit Frau und drei Kindern nach Bamberg, dort Aufbau eines eigenen pharmazeutischen Betriebs
  • 1947 Habilitation an der Universität Erlangen 
  • Ab 1958 Außerordentliche Professur an der Universität Erlangen, zeitlebens weitere Forschungstätigkeiten
  • Dr. Robert Pfleger stirbt am 19. Oktober 1971 in Bamberg
  • Am 24. September 1974: Rechtsfähige Stiftungserrichtung nach staatlicher Genehmigung